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Dienstag, 12. Juli 2016

Secon UWM 20 Unterwasser-Detektor - Spaßverstärker mit höheren Ambitionen!



So, nach den ganzen Arbeitsrekorden im letzten Jahr (Hausrenovierung + erzwungene, als auch unbezahlte Überstunden) und den Rückschlägen in diesem Jahr (Tod meiner Mutter + Haushaltsauflösung) sowie einem stressigen Arbeitgeberwechsel ist nun die ultimative Urlaubsentspannung angesagt. Im Urlaub wollte mein Frauchen auf jeden Fall etwas "Schatzsuchen", also habe ich mir flux eine Tauchermaske in meiner Sehstärke besorgt und es musste ein Unterwasserdetektor her.

Unserm Budget standen an bezahlbaren UW-Detektoren  allerdings nur zwei  zur Verfügung:  1. Der "Vibra-Tector"  für 215,- Euro (bei Kooistra NL) und 2. der "Secon UWM20" bei (Bodensuche.de) für 449,- Euro. Nach dem bei zahlreichen Verkäufern  der "Vibra-Tector" ausverkauft war, fanden wir eine  Seite welche den "Vibra-Tector" als Verfügbar aufführte (Koistra). Schnell mit Paypal bezahlt und innerhalb von 24 Sunden geliefert - so jedenfalls die Werbung der Seite - Doch nach der Zahlung passierte immerhin  9 Tage lang nichts! Keine Antwort auf Mails und niemand war telefonisch zu erreichen.  Nach vielfachem hartnäckigen Anrufen (auf allen Telefonnummern) ging letztendlich dort  jemand ans Telefon - Die Dame erklärte mir auf englisch das die Lieferzeit nunmehr von diesem Tage an noch 3 Wochen betragen würde und so fiel unsere Wahl dann doch auf den Secon Detektor - nicht zu unserem Leidwesen wie sich später herausstellen  sollte. Das Geld für den Vibra-Tector erhielten wir natürlich zurück.

Nach dem das Teilchen bei "Bodensuche" bestellt wurde, war der Secon-Detektor bereits nach 48 Stunden bei uns. Schon während des Auspackens fiel die sehr massive Verarbeitung des Gerätes auf. Der Kunststoff aus dem die Sonde besteht ist anscheinend speziell verstärkt,  die Such- Spule ist in diesem Hartkunststoff-Body komplett mit Kunstharz  vergossen.  Sollten die gewählten Materialien über die Zeit nicht spröde werden, würde ich dem Detektor fast Unzerstörbarkeit attestieren! Eine Tasche sowie eine Beschreibung gehörten bei uns mit zum Lieferumfang. 
Testareal: Strände des Roten Meeres - Ägypten

Nun zum Praxistest: Der Griff ist mit rutschfestem Gummi überzogen, genauso wie der Einstellring für die Empfindlichkeit des Gerätes, direkt unterhalb der Spule.  Am unterem Ende ist eine praktische Sicherheitsschlaufe angebracht mit der man den Detektor am Handgelenk befestigen kann um einem Verlust dieses teuren Gerätes vorzubeugen. Betrieben wird der UWM 20 mit einem 9V Block. Eingeschaltet wird der  Decon durch Drehung des Batteriefachdeckels, wobei nur soweit  zu drehen ist bis das Gerät einmal zur Kalibrierung aufsummt. Wenn widererwarten keine Vibration beim einschalten stattfindet bitte auf keinen  Fall unter Wasser  bis zur Sichtbarkeit des Dichtungsrings  aufdrehen, da das Gerät sonst Wasser zieht und ein Defekt eintritt! Sollte aber nach dem Einlegen der Batterie und dem einschalten die Kalibrierungsvibration erfolgen, dreht den Ring (empfindl. Einstellung oben) bis zum "Dauersummen" und danach dreht gerade soweit  zurück bis das Vibrieren aufhört - Nun ist der Decon mit Maximalleistung einsatzbereit. Die Einstellung entspricht also in etwa der eines Pinpionters.
Da unser Budget leider dieses Jahr nicht mehr zum Gerätetauchen reichte, musste unser UWM20 aktuell  nur zum schnorcheln bis maximal 2 Meter Tiefe ran. Dieses schaffte er schon mal mit Bravour! Explizit JEDES mal wenn eine Fundmeldung mit Vibration angezeigt wurde war auch ein Fund zu finden - es gab wirklich nicht eine einzige Fehlmeldung wie bei manchen Landdetektoren üblich (z.B. bei mineralisierten oder  erzhaltigen  Böden, Hochspannungsmasten usw.). Die Vibration bei einer Fundmeldung ist so stark das man sie nicht nur spürt, sondern diese auch unter Wasser hören kann! Bei der Suche nach Fundstücken reicht es übrigens vollkommen aus die Areale einfach zu "überfahren", ein ständiges  hin und her schweifen wie bei klassischen Landsonden entfällt völlig. Dieses vorteilhafte Verhalten wird durch das mikroprozessor-gesteuerte Puls-Induktionsverfahren (PI) ermöglicht. Ist ein Fund einmal lokalisiert, kann man darüber verweilen und den Sand bei Seite schaffen...sollte dann ein leichter Fund (evtl. Ohrring) mit "verbracht"  werden merkt man dass sofort durch ein Ende der Vibration. Geht  Ihr dann bspw. 10 cm nach rechts oder links so habt Ihr den Fund sofort wieder. Sorry....aber echt Idiotensicher! Die Funktionsdauer eines Alkali 9V Blocks war bei uns 2 Tage. (wobei jeweils bis zu 5 Stunden am Tag gesondelt wurde). 
Ausbeute des 1. Tages

Zur Tiefenleisung des UWM kann ich auch nur Beifall klatschen! 
Manchmal habe ich mit bloßen Händen über 30 cm tief gebuddelt...und siehe da - eine Münze - Die Sonde war dabei ca. 10 cm über Grund! Laut etlichen Foren soll die Tiefenleistung des UWM 20 ca. 20 cm sein....wobei es immer auf die Größe des Fundes ankommt - Diese Tiefe wird allerdings im Praxistest locker übertroffen.  Die restlichen technischen Daten könnt ihr dem nächsten Bild entnehmen, wobei die Dichtigkeit des Gerätes laut Secon Germany bis 60 Meter betragen soll. Auch wenn das Gerät ziemlich teuer ist, ist diese Secon -Sonde ihr Geld wert. Das Teil ist nicht nur ein echter Spaßverstärker im Urlaub, sondern auch 100% zuverlässig...fast schon auf unheimliche Weise professionell.
Ohne Spaß, das Teilchen ist der Kracher wobei man natürlich auf "Diskriminierung" und Leitwertanzeige bei einem Unterwasserdetektor in diesem Preissegment verzichten muss. Ich denke aber das man mit der Zeit ein Gefühl für die good and bad Vibrations des Detektors bekommen wird.  Trotzdem oder gerade eben deswegen eine echte Kaufempfehlung!!!! Sollte im Verlauf des Urlaubs noch ein außergewöhnlicher Fund auftauchen gibt es ein Update...

Liebe Grüße

Euer Micha

Update: 

Nach dem am 1. Tag durch mich super viele Münzen zu Tage traten, haben die Frauen mal wieder den Vogel abgeschossen. Es reicht nicht das Annique am ersten Tag einen 925er Silberring fand.....NEIN - denn zur vollkommenen Deklassierung setzte "Trüffelschwein" Heike einen schweren 585er Goldring obendrauf. Frauen und Schmuck scheinen sich gegenseitig auf magische weise anzuziehen ;o)

Silberring - Finder: Annique
Goldring - Finder: Heike

2. Update

Wir haben noch einige tolle Funde gemacht, unter anderen Münzen auch einen echen Silber-Franc aus dem Jahr 1960. Bei den Frauen waren natülich wieder Schmuck die Topereignisse. Alles in allem haben wir in fast 2 Wochen die Hälfte des Detektorpreises an Edelmetallwert aus dem Wasser gefischt...hier noch ein paar Schmuckstückchen...

Eine fast 30 Gramm schwere Silberkette

Ein weiterer 585er Goldring gut 3 Gramm schwer.
2 Markenringe aus Edelstahl. Fishbone und Esprit!
Ein weiterer 925er Silberring gut 4 Gramm schwer.
Und vieles, vieles mehr an Silberschmuck...reiner Metallwert aller Funde liegt jenseits der 200 Euro-Marke. Noch ein Urlaub und der Detektor ist amortisiert *grins*.

Liebe Grüße

Euer Micha




Kommentare:

  1. Hallo Micha! Habe gerade mit Interesse Deine Blog-Post gelesen (heute, 18.02.2017). Überhaupt, Kompliment zum gesamten Blog! Nun zur Frage: Gab es keine Probleme bei der Einfuhr vom UWM 20 nach Ägypten??? Keine Fragen beim Sicherheits-Check, usw.? Würde mich mal interessieren... . Habe selbst vor, das Gerät mal mit in den Tauch-Urlaub nach Hurghada zu nehmen, hege da aber Zweifel... . Nicht dass die mich dann dort verhaften ;-) Beste Grüße, Thomas.

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  2. Hallo Thomas,

    danke erstmal für die "Blumen"...tut nämlich auch mal ganz gut nicht immer angefeindet zu werden. Nun kurz zu Deiner Frage:

    Wir hatten überhaupt keine Schwierigkeiten den Detektor letzten Sommer nach Ägypten einzuführen. Selbst bei den strengen Sicherheitsvorschriften am neuen Hurghada Airport war das alles kein Problem. Bei der Ausreise mussten wir allerdings die gefundenen Münzen vorzeigen...wegen eventueller illegaler Ausfuhr von Kulturschätzen. Nach dem sich die Beamten davon überzeugt hatten, das es sich nur um "normale" Münzen handelte...war alles gut! Nur ne Rechnung solltest Du mitnehmen...damit Dir die Deutschen nicht unterjubeln Du hättest das Teil in Ägypten gekauft und keine MwSt bezahlt. Unsere Zöllner sind da echt scharfe Hunde!

    In die andere Richtung (DE) hatte ich nämlich mal beim deutschen Zoll richtig großen Punk wegen einer Spielzeug-Softgun, welche ich für meinen Neffen zum Burzeltach aus dem Urlaub mitbringen wollte. Ein Beamter auf ägyptischer Seite hat mich lediglich gefragt was ich dafür bezahlt hätte, weil sein Sohn auch so eine wollte. In DE allerdings hatten die mich mit vorgehaltener Waffe abgeführt und gezwungen die Spielzeug Pistole zu zerstören. Die DE Zöllner waren komplett spassfrei und setzten mich massiv unter Druck mit Androhung von Anzeigen wegen "illegaler einfuhr von Waffen". Bei einer SPIELZEUGPISTOLE die harmloser war als unsere Erbsenpistolen und Fletschen früher. Vollkommen Gaga!!! Also nichts mitbringen was irgendwie gefährlich aussieht...die scheinen da sehr alergisch drauf zu reagieren!

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