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Sonntag, 2. November 2014

Die Eurofighter Sackgasse - wieder einmal Schrott gekauft - oder nichts neues bei der Bundeswehr!

Eurofighter - Bildquelle: Wikipedia


Da die alten Phantom F4 und einige Tornado-Verbände der Luftwaffe erneuert werden mussten entschied man sich 1986 ein neues europäisches Mehrzweckkampfflugzeug zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Eurofighter-Jagdflugzeug GmbH in München gegründet und die Entwicklung und Fertigung dieses Flugzeuges auf alle teilnehmenden Nationen verteilt. Ein alternativer Einkauf des US-Amerikanischen YF22 als Jagdflugzeug der neusten Generation wurde aus Kostengründen verworfen, da die Anschaffungskosten doppelt so teuer gekommen wären als die geplante Neuentwicklung des Eurofighters.
Etwa zur gleichen Zeit entwickelte die französische Firma Dassault die Rafale, welche aber auch in Anschaffung und Unterhaltungskosten nicht günstiger gewesen wäre, als die weitere Entwicklung des Eurofighters. Beide Systeme hätten in der Zukunft einen Anschaffungspreis von ca. 130 Millionen Euro pro Maschine bedeutet.
Rafale - Bildquelle Wikipedia

Als dann der Warschauer Pakt zusammenbrach (Verlust des Gegners) und die Kosten der deutschen Wiedervereinigung in die Höhe schnellten, erwägte Helmuth Kohl 1992 sogar einen Ausstieg aus dem Eurofighter-Projekt - das hätte er zu diesem Zeitpunkt mal besser getan, denn die errechneten Kosten des Eurofighters pro Flugstunde kletterten auf konkurrenzunfähige 146.000 Mark. Zum Vergleich: Eine Flugstunde des Tornado kostete 86.000 Mark und die französische Rafale wäre nach einigen Verbesserungen auf 70.000 Mark  pro Flugstunde gekommen. Auch die neu aufgekommenen Stealth-Anforderungen konnte der Eurofighter nicht erfüllen, ein perfekter Zeitpunkt für den Ausstieg. Allerdings wurde der Ausstieg  verpasst, weil in Studien angeblich kein besseres Flugzeug zum ähnlichen Anschaffungspreis gefunden werden konnte. In simulierten Kampfszenarien gegen die Gegner Su-27 Flanker und MiG-29 gewann der Eurofighter immerhin 80 Prozent der Luftkämpfe (diese Einschätzung wurde allerdings nicht von den Militärs geteilt, die in den Simulationen den Pilotenfaktor vernachlässigt sahen) und so wurde weiter am Eurofighter festgehalten zumal das Herstellerkonsortium Deutschland hohe Entschädigungen bei einem Ausstieg aus diesem Projekt androhte.

Fast parallel zu Eurofighter und Rafale wurde von den Schweden die Saab Gripen entwickelt, die nahezu über die gleichen Fähigkeiten der Konkurrenten verfügte, auch im Supercruisemodus. Allerdings gab es in der Entwicklung Verzögerungen durch Abstürze von zwei Prototypen auch die sogenannte Nato-Kompatibilität wurde von einigen Experten angezweifelt (Stichwort: Fly-by Wire-Software) - zu Unrecht, wie ich finde. Trotzdem wurde die Saab Jas 39 Gripen 1996 erstmals in Dienst gestellt...der Eurofighter folgte erst satte 10 Jahre später 2006. Inzwischen ist die Saab Gripen ausgereift und mehrfach verbessert worden, somit erfüllt sie alle Anforderungen eines modernen Mehrzweckkampfflugzeuges (mit Ausnahme der Stealth-Eigenschaften).  Zwar ist aufgrund der Einzeltriebwerkslösung die Waffenlast und die Flugleistung etwas geringer als beim Eurofighter, (Gripen: Mach 1,9 - Mach 2 und Waffenlast 4000 Kg - Eurofighter: Mach 2 - Mach 2,1 und 6800 Kg Waffenlast) allerdings trägt diese Lösung zur Kosten- und Wartungsminimierung bei. Zum Beispiel sind die Kosten pro Flugstunde bei der Gripen mit 24.000 Mark sensationell günstig. Im Krisenfall kann die Gripen auf Straßen und sogar auf gut ausgebauten Wegen landen und starten. Die Gripen hat eine Betriebsstundendauer von sagenhaften 8000 Stunden, was einer Einsatzdauer von 30 Jahren entspricht. Zum Vergleich hat der Eurofighter oder Typhoon wie er jetzt genannt wird, eine Lebensdauer von 6000 Flugstunden, was einem Nutzungszeitraum von knapp über 20 Jahren entspricht.
Saab Gripen - Bildquelle: Wikipedia

Und auch in diesem Fall stellt sich der Eurofighter als Mogelpackung heraus. Aktuell soll der Eurofighter eine Nutzungsdauer von nur 3000 Stunden, also etwas über zehn Jahren haben. Letzten Monat wurden allerdings drastische Qualitätsmängel an vielen Bohrungen des Fliegers bekannt, anstatt nachzubessern entschied der Hersteller  BAE Systems die Nutzungsdauer auf 1500 Stunden zu reduzieren - so wird der Eurofighter immer mehr zum Einwegflugzeug mit immensen Qualitätsmängeln und Kosten. Während die Gripen wie ein Uhrwerk fliegt (und das billig - Anschaffungspreis: 70 Millionen Euro und 12.000 Euro pro Flugstunde) sind von den deutschen 109 Eurofightern grade mal 43 Flugfähig (davon nur 30 Kampfbereit) der Rest steht defekt am Boden rum.

Desaströse Fehleinschätzungen, Schmiergeldzahlungen in Österreich und Deutschland sowie Erpressung haben dafür gesorgt, das die Steuerzahler einen Schrottflieger für teures Geld gekauft haben, der aufgrund seiner Kosten und Mängel kaum geflogen werden kann. Unter diesen Umständen haben unsere Piloten kaum Flugpraxis und das ist es was nach neusten US-Studien wieder den Unterschied macht. "Fire und forget" war gestern, denn bei der gesteigerten Manövrierfähigkeit der modernen Maschinen ist oftmals kein Lenkwaffenabschuss aufgrund von geringer Distanz zum Gegner möglich und der "gute alte Luftkampf" mit spektakulären Manövern steht wieder stärker im Mittelpunkt. Also liebe Politiker, hört einfach mal das Jammern über den scheiß Zustand der Bundeswehr auf, diese Situation ist politisch erzeugt worden und ihr wisst das. Wäre man rechtzeitig aus der Eurofighter-Geschichte ausgestiegen und hätte ein preiswertes (und gutes) Flugzeug gekauft das von den Piloten auch viel geflogen werden kann, hätten wir jetzt auch eine Luftwaffe die ihren Auftrag der Landesverteidigung erfüllen kann! Aber Ihr wolltet ja mehr Waffenlast zum bombardieren anderer Länder. Wer sowas will ist ein Arsch und ein Arsch braucht auch Eier in der Hose um Konzerne wie BAE Systems ans Kreuz zu nageln, bei so einem Schrott den Die bauen!!! Denen würde ich helfen die Nutzungsdauer herabzusetzen....denen würde ich das Geld herabsetzen und Sie auf Schadenersatz verklagen bis ihnen das Wasser im Darm kocht!!! Aber auch dazu habt Ihr kein Mumm - also jammert über Eure Unfähigkeit und nicht über ach so widrige Umstände!!!

Liebe Grüße

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