Net News Express

Donnerstag, 23. Mai 2013

Hacker zum Abschuss freigegeben!


Im März dieses Jahres wurde von der Nato das sogenannte "Tallinn-Manual" vorgestellt. Ein simples Verhaltensregelbuch für Nato-Kräfte welche sich in Cyberauseinandersetzungen befinden. Dieses Handbuch hat zwar keinen völkerrechtlichen Status, soll aber im Krisenfall direkt zur Anwendung kommen. IT-Experten sollen insgesamt drei Jahre lang an diesem unscheinbaren Handbuch gearbeitet haben. Auch das Rote Kreuz sowie das Cyber-Kommando der US-Armee waren an der Erstellung beteiligt. Das "Tallinn-Manual" umfasst 95 Verhaltensrichtlinien von denen es mehrere faustdick in sich haben.

Die heftigste Regelung im Manual bezieht sich auf Hacker welche kriegerische Angriffe auf militärische- oder die zivile Infrastruktur verüben, damit sind sowohl staatliche als auch private Hacker gemeint. Dabei reicht schon das Abklopfen von Sicherheitslücken bei entsprechenden Ministerien, Institutionen, Einrichtungen oder Konzernen. Solche Hacker sollen ausfindig gemacht und schon auf dem Weg zu ihrem PC, UND JETZT HÖRT GUT ZU, ELEMINIERT werden können. Also wieder einmal widerrechtliche Tötung - ohne Beweise, ohne Gerichtsverhandlung und ohne Schuldspruch. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden souveränen Rechtsstaates!!!

Bis zum Beweis des Gegenteils gilt ein Verdächtiger im Normalfall als unschuldig - nicht so für die Nato, dort reichen schwammige Geheimdienst-Dossiers, über dessen Qualität wir spätestens seit dem Irak-Krieg oder dem NSU-Skandal bestens Bescheid wissen!

Natürlich soll man die digitalen Augen und Ohren bei der Suche nach Wahnsinnigen aufhalten, die mit einem eventuellen Angriff, z.B. auf ein AKW,  tausende Menschen gefährden können, aber reicht da nicht (eine vorher abgeklemmte Internetverbindung) eine eingetretene Tür und eine Festnahme mit anschließendem Prozess?!  Außerdem lässt sich im Laufe eines solchen Prozesses klären ob der PC des Verdächtigten nicht von dritter Seite gekapert wurde...

Man stelle sich vor, man sitzt nichtsahnend an seinem PC und wundert sich warum dieser mal wieder so langsam ist - plötzlich...ein Lichtblitz (Hellfire-Rakete mitten ins Reihenhaus) und das war´s. Nachher stellt sich dann raus das ein chinesischer Hacker über diesen PC (als Proxy) das Pentagon oder irgendeinen Rüstungskonzern ausspioniert hat....dumm gelaufen...Kollateralschaden halt! Und die Nachbarn werden trotzdem sagen: "Der?!...Der hat sich doch schon immer für PC´s und so´n Kram interessiert."

So eine "tolle" Cyberwar-Verhaltensbibel ist auch ideal um einen Präventivschlag zu rechtfertigen oder anderen unbequemen Internetusern (Bloggern, Wikileaks und co) was unterzuschieben. Auf solche Hacker-Tötungsideen kann nur jemand kommen, der selbst spioniert, DDOS Attacken oder Virenangriffe ausführt. Wenn es so ist, das die Nato Cyberkriminelle (egal ob echt oder nicht) als Kombattanten  in einem Krieg sieht, könnte jede andere Nation/Organisation dasselbe für sich beanspruchen und so haben wir eine Dauerrechtfertigung für lustiges gegenseitiges "auf die Fresse hauen".

Also spinnen wir mal nett drauf los: Iran hat das Recht ausgerufen Israel wegen der Stuxnet-Attacke anzugreifen, die USA töten in China digitale Wirtschaftsspione per Drohne - worauf China seine Luftabwehr und die Interkontinentalraketen in Alarmbereitschaft versetzt, Russland entdeckt die Unterwanderung seines Staatskörpers durch  NGO`s und lässt alle ausländischen NGO Mitarbeiter direkt standrechtlich erschießen, worauf die EU Russland dann den Krieg erklärt....WOW, wie konnte dass nur so gewaltig nach hinten losgehen liebe Nato-Strategen?! IHR SEID DOCH ALLE TOTAL BESCHEUERT!!!!!

Immer mehr hirnverbrannte Sicherheitsregelungen die alles viel unsicherer machen...aber vielleicht ist dass ja Euer Plan. Und noch was...: Wenn Ihr wirklich was sicherer machen wollt, dann macht Eure Netzwerke sicherer und lasst sie nicht wie ein Scheunentor offen stehen...nur das hilft wirklich!

Und was machen die Medien - nichts! Kein Aufschrei in den Talkshows. Kein reißerischer Artikel in der Bild und nichts von dem in der 20:00 Uhr Tagesschau. Nur die Linken fragen im Bundestag nach was dass soll - und erhalten von der Bundesregierung folgende gleichgültige Antwort:

"Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln des Tallinn-Handbuchs zu führen. Der Diskurs über das Handbuch steht nach Ansicht der Bundesregierung allen an Fragen des Völkerrechts von Cyberoperationen interessierten Kreisen frei. An der Erarbeitung des Tallinn-Handbuchs war kein Vertreter der Bundesregierung beteiligt"


Tolle Antwort! Diskutieren dürfen wir, mitreden und verhindern dürfen wir nicht - was wir dürfen ist: Dem Aufweichen des Grundgesetzes und der Verrohung der Menschenrechte beizuwohnen und uns im Gefecht oder in unserem Zuhause für Regierungs-Handlungen  töten zu lassen. Bezahlen tun wir diese megagleichgültige Regierung auch noch, dessen ureigenste Aufgabe es eigentlich ist uns zu beschützen und gegen sowas vorzugehen!!! Diese Penner kotzen mich an!

Gruß

Euer Micha

Quellen:

Mittwoch, 15. Mai 2013

Ein bodenständiges Kunstwerk im All



                                          Bildquelle: Wikipedia

In Zeiten der Unterordnung unter den  Finanzwahn und der auch deshalb schwindenden Mittel für die großen Errungenschaften der Menschheit, erinnert ein kleines Musikvideo daran, was uns vorantreiben sollte. Nicht die Gier nach immer mehr Reichtum, sondern der Wunsch uns weiterzuentwickeln, die Menschheit  nach vorn zu bringen und unsere Fähigkeiten zu kultivieren. 


Da die USA im Schwitzkasten des militärisch-industriellen Komplexes unendliche Summen für Kriege und eine falsche Sicherheit ausgegeben hat, bleibt ihr nichts mehr für die zivile Raumfahrt übrig. Keine Space-Shuttle mehr und kein anderes Projekt welches in ihre Fußstapfen treten könnte, dabei ist ein neues Transportmittel in den Orbit dringend notwendig! Zur Zeit fliegen die Astronauten mit einem 45 Jahre alten russischen Sojus System zur internationalen Raumstation ISS, fast schon beschämend das Ganze.


Blitzartig wird die zivile Raumfahrt nun plötzlich privaten Konzernen überlassen. Europa und die USA haben kein Geld mehr und wollen den einzig relevanten Außenposten der Menschheit im All eigentlich loswerden, da kommt plötzlich ein kanadischer Astronaut daher und dreht ein Musikvideo.


Chris Hadfield ist kanadischer Testpilot der sich seit seinem neunten Lebensjahr nichts sehnlicher wünscht als Astronaut zu werden und genau das wurde er auch! Inspiriert durch seine Erlebnisse an Board der ISS und seiner Bestimmung folgend, drehte er ein Video welches in drei Tagen über 10 Millionen Menschen ansahen...vollkommen zurecht wie ich meine!

Es handelt sich um eine Coverversion von David Bowies  “Space Oddity” welches er auf der ISS drehte - ganz, ganz großes Kino!!! Mir blieb die Spucke weg und um es wie Daniel Neun von Radio Utopie zu sagen:  "Endlich normale Menschen im Weltraum!" In Zeiten von" Psy" und "Pussi Riot" endlich mal was wirklich Großes. Danke Herr Hadfield für dieses bodenständige Kunstwerk im All, dass uns erinnert was wir imstande sind zu leisten!!!



 Liebe Grüße vom Micha!

Sonntag, 12. Mai 2013

WOERMS - oder neue feuchte Träume von Millitärs und Überwachern



 Hi Leute, 

was ich hier und heute für Euch beschreibe habe ich erst auf Grund des echt beschissenen Klischees für einen Scherz gehalten, aber es ist tatsächlich ernst gemeint. Wie Ihr sicherlich wisst, geht bei der Drohnenthematik, eigentlich fast immer, um Überwachung und Terror-/Aufstandsbekämpfung. Nur haben Flugdrohnen immer wieder mit Einschränkungen zu kämpfen wie z.B. : schlechte Sicht, schlechtes Wetter, urbanes oder dichtbewaldetes Gelände usw. Diese "Aufklärungslücke" soll nun durch ein System geschlossen werden, welches z.Zt. in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr an der Helmut Schmidt Universität in Hamburg entwickelt wird. Das System um das es hier geht wird "WOERMS" genannt, was ein Akronym ist für  "Wireless self-organised electrorheological Micro-Sensorsystem".
Mobiles Sensorsystem MSS. Bild: Andreas Breitfeld/WOERMS-Präsenetation

WOERMS ist ein wurmartiges Gebilde aus vielen Gliedern die mit unterschiedlich geladenen (sogenannten elektrorheologischen) Flüssigkeiten gefüllt sind. Diese flüssigkeitsgefüllten Glieder unterschiedlicher Ladungen, ermöglichen einen wurmartigen Antrieb des Gebildes, welches es sogar Treppen steigen lässt, auch das Eingraben soll durch diesen Antrieb möglich sein. Ausgerüstet mit Kamera-, GPS-, Mobilfunk und Netzwerk- sowie verschiedenen Sensorsystemen, soll dieser Aufklärungswurm unentdeckt tief in Verstecke von Terroristen und/oder verdeckter Spezialeinheiten vordringen können. Das Ziel soll es sein den Feind (wer immer das auch sein mag) in Häusern, Höhlen, Wäldern, Gebirgen oder auch in unterirdischen Verstecken auszumachen und Informationen über ihn an die Leitstelle (AufklSys) weiterzugeben.
Mobiles Sensorsystem MSS in Granatenhülle. Bild: Andreas Breitfeld/WOERMS-Präsenetation

WOERMS kann einzeln von Hand, sowie in großer Zahl aus Flugzeugen abgeworfen, oder in Artilleriegranaten verschossen werden, auch eine Rakete könnte mehrere WOEMS-Einheiten über dem aufzuklärenden Gebiet freisetzen. Nach der Verbringung bilden die MSS [mobilen Sensorsysteme] ein redundantes ad-hoc Funknetzwerk, um die eigene Position bzw. Aufklärungsergebnisse zu melden und Bewegungsbefehle zu empfangen. Sollten einige WOERMS entdeckt oder zerstört werden, arbeiten die anderen "Einheiten" unbeeinträchtigt weiter, so wird allein durch die Anzahl der Einheiten ein Aufklärungserfolg sehr wahrscheinlich.

Bei der Entwicklung von WOERMS wird speziell auf die Negativerfahrungen der US-Streitkräfte im Vietnamkrieg und anderen Auseinandersetzungen Bezug genommen, diese Probleme soll WOERMS nun minimieren. Das System soll Ende Mai im Rahmen der Drohnen-Convergence (welche von der deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik abgehalten wird) vorgestellt werden. 

Was soll man nun als normal denkender Mensch zu dieser neuen Kriegstechnologie sagen. Mir blieb echt der Mund offen stehen zumal man sich dabei echt an Klischees von PC-Spielen und Filmen erinnert fühlt. Ein neues Spielzeug mit dem eben nicht nur Terroristen oder andere Gegner bekämpft werden könnten, sondern auch gewöhnliche Kriminelle, eventuelle Widerstandsgruppen in Diktaturen, Andersdenkende in einem Überwachungsstaat und/oder unbequeme Bürger. Also schon wieder ein neues Instrument welches die Kontrolle und Einmischung in andere Länder und die Privatsphäre einzelner erleichtert. Da sich eine solche Technik durch Hightech-Nationen wie China oder hochgerüstete Staaten wie Russland leicht orten lässt (GPS, GSM, LTE oder Satkommunikation sind ja kein Geheimnis) werden Systeme wie WOERMS später wohl eher gegen technologisch schwache Gegner oder zivile Ziele eigesetzt werden. Willkommen in der neuen Welt und fühlt Euch sicher - beobachtet...

Liebe Grüße

Euer Micha

Quellen:

Donnerstag, 9. Mai 2013

Wenn man die Wahrheit spricht - oder - Wie UN-Expertin Carla Del Ponte zurückgepfiffen wurde



Bildquelle: Swissinfo.ch

Manchmal müssen bestimmte Dinge wohl gesagt werden, genau dass wird sich Carla Del Ponte bei ihrem Auftritt im Tessiner Fernsehen gedacht haben. Aber mal schön der Reihe nach. Besagte Carla Del Ponte ist als Chefanklägerin gegen Menschenrechtsverletzungen in Den Haag wohl bekannt, auch als UN Expertin im selben Resort eilt ihr ein guter und seriöser Ruf voraus, sie ist also ein regelrechtes Schwergewicht bei Anklage und Untersuchungen von Menschenrechtsverletzungen in der Welt. Genau diese Person wurde nun von der UN beauftragt die Giftgasvorkommnisse in Syrien zu untersuchen. Vorurteilsfrei und unbefangen ging sie also mit gewohnter Sorgfältigkeit an die Arbeit, nur wollten ihre Ermittlungsergebnisse nun so gar nicht ins offizielle Bild der "Weltgemeinschaft" passen, welche Frau Del Ponte sonst nie angezweifelt hat.

Nach Befragungen von unzähligen Zeugen, Ärzten und Opfern drängte sich Frau Del Ponte zunehmend der Eindruck auf, das besagtes "Sarin Giftgas" (welches ja nach offizieller Version der böse, böse Assad benutzt haben sollte) von den "Rebellen" der FSA benutzt worden ist. Aber warum sollten die "Rebellen" sowas tun? Na ganz einfach, um die "Weltgemeinschaft" zum Eingreifen zu bewegen! Den Hinweisen auf die Erzeuger des Giftgases ist Frau Del Ponte ebenso nachgegangen und was soll ich Euch erzählen...?! Richtig, auch hier führen die Spuren zu Giftmischern ins Nato-Land Türkei und nicht zum Assad Regime. Das eingesetzte Giftgas stammt allem Anschein nach aus behelfsmäßigen Laboren in der Türkei und ist nach Aussagen türkischer Mediziner auch kein Sarin gewesen. Dieses noch unbekannte Giftgas wurde von bezahlten Nato-Terroristen nach Syrien geschmuggelt. 

Mit einem Haufen belastbarer Indizien bewaffnet (die Nato hat nur Behauptungen aus zweifelhaften Geheimdienst-Quellen) kehrte die Chefanklägerin also nach Hause zurück und gab der Presse die vorläufigen Ergebnisse ihrer Ermittlungen preis, die diese auch prompt veröffentlichte. Die Presse schien allerdings zu glauben das die Ermittlungsergebnisse bereits "autorisiert" (also von der Zensur abgesegnet) seien. Aber allem Anschein nach hatte Frau Del Ponte das Gefühl, dass man im "freien Westen" keine Zensurbehörde fragen muss um die Wahrheit zu berichten, immerhin würde so ein Krieg verhindert der auf Lügen aufgebaut wäre. Weit gefehlt gute Frau!

Kaum einen Tag nach der Veröffentlichung kam die Distanzierung der (ach so neutralen) US-Administration - direkt darauf brach dann auch der Shitstorm der Presseteile los, welche vorher Del Pontes Äußerungen in große Artikel verpackt hatten. Weil die vorläufigen Ermittlungsergebnisse der UN-Chefanklägerin nicht der offiziellen Richtung entsprachen, schrillten bei den Strippenziehern der Verdummungsmaschinerie wohl sämtliche "roten Telefone". "EISBERG VORAUS!!! RUDER HART BACKBORD UND ALLE MASCHINEN ZURÜCK!!!" Doch es war zu spät...die Meldung war in der Welt und nun überschlagen sich die Dementis. 

Jaaa, es werden einige Köpfe in den Kontrollmechanismen der westlichen Welt rollen. Für bestimmte Kreise wurde hier immerhin ein Eisberg gerammt, aber für die Menschen welche die Wahrheit suchen, wurde bestätigt: Das kein Schiff unsinkbar, keine Nachrichtensperre undurchdringlich, und kein Kontrollmechanismus so perfekt ist, das er für immer Bestand hat. Frei nach einem Motto von Abrahm Lincoln: "Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten"

Liebe Grüße

Euer Micha

Quellen: