Net News Express

Sonntag, 19. August 2012

Der Rest der Welt gegen Assange - fair geht anders!


                                         Fotoquelle: Tagesschau

Ich habe lange zu dem Thema nichts geschrieben, aber jetzt muss es einfach raus. Was hat Julian Assange eigentlich böses getan....Vergewaltigung? "Hängt Ihn!" würden jetzt einige Feministinnen schreien, die sich aus der" tagesschau" oder ähnlichen Medien unterrichten. Aber wird  in den Hauptmedien überhaupt darauf eingegangen wie diese "Vergewaltigung" abgegangen ist. Nicht? Komisch oder? Ja, man kann dem guten Julian vorwerfen seinen Schwa.. nicht hinter dem Reisverschluss gelassen zu haben, aber vergewaltigt hat Herr Assange niemanden. DAS IST EIN UNBESTRITTENER FAKT! 

Schweden hat die Auslieferung Assanges nämlich  ungeachtet der Tatsache beantragt, dass er wegen keinerlei Verbrechen angeklagt ist. Zwei Frauen in Schweden werfen ihm allerdings Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung vor. Beide Frauen geben zu, dass sie aus freien Stücken Sex mit Assange hatten. Eine von ihnen behauptet jedoch, Assange habe während des Geschlechtsverkehrs kein Kondom benutzt. Die andere beschuldigt ihn, er habe Sex mit ihr gehabt, während sie nicht vollständig wach gewesen sei. Assange gibt zu, mit beiden Frauen einvernehmlichen Sex gehabt zu haben. Um mal zu verdeutlichen was hier wirklich abgelaufen ist stelle ich ein paar Fragen. Wenn Ihr die mit gutem Gewissen alle mit "Ja" beantworten könnt, könnt Ihr Assange meinetwegen anklagen:

Kauft man dem "Täter" nach der Vergewaltigung eine Fahrkarte: Ja oder Nein?

Brüstet man sich nach einer Vergewaltigung damit, mit Assange geschlafen zu haben: Ja oder Nein?

Geht man nach einer Vergewaltigung auf die gleiche Party wie der "Täter": Ja oder Nein?

Hat man nach einer Vergewaltigung dann noch eine Woche weiterhin freiwillig Sex mit dem "Täter": Ja oder Nein?

Ist es total abwegig, daß die Mädels sauer sind, wenn sie erfuhren daß sie nicht die einzigen Groupies waren: Ja oder Nein?

Ich denke es wird klar worauf ich und der Verfasser der Fragen hinaus wollen. Es ist in Schweden nichts anderes passiert, als bei fast jeder anderen ausufernden Party junger Menschen! Das muss man nicht gutheißen, aber ein Verbrechen ist das sicherlich nicht.

Im ersten Verfahren wurde deshalb auch richtiger Weise keinerlei kriminelle Handlung von Assange festgestellt. Die schwedische Chefanklägerin Eva Finne stellte das Verfahren ein und Assange durfte Schweden verlassen. Er ist also nicht "geflüchtet" wie manche Schmierblätter damals berichteten.  Nachdem die rechtmäßige Ermittlung wegen Vergewaltigung eingestellt worden war, fand ein geheimes "Verfahren" statt, von dem Assange und seine Rechtsanwälte ausgeschlossen waren; aufgrund dieses konspirativen Treffens wurde die Anschuldigung wegen Vergewaltigung erneut auf Veranlassung eines Rechtsanwalts im Namen der Klägerinnen  „wiederaufgenommen“. Dieses erneute Verfahren ist eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention und war absolut unzulässig!

Aufgrund dieser Tatvorwürfe wird Julian Assange um die ganze Welt gejagt? Ist doch lächerlich!

Ist es nicht weitaus wahrscheinlicher das hinter den Kulissen der Weltpolitik ein gnadenloser diplomatischer Kampf um Assanges Kopf tobt. Wird nicht zuletzt deshalb so sehr um Assange gerungen weil er, wie wir alle wissen,  der US-Amerikanischen Militär- und Diplomatiewelt die schäbige Maske vom Gesicht gerissen hat?! 

Als Kopf der Enthüllungsplattform Wikileaks war Assange den Mächtigen schon immer ein Dorn im Auge. Und? Hat Assange das alles auf sich genommen um sich zu bereichern? Nein, er hat es vollkommen uneigennützig getan...okay ein bisschen Eitelkeit unterstelle ich ihm schon...aber mal ganz ehrlich, tut dieser Mann das nicht auch für uns alle?! Hat die Presse, dessen ureigenste Domäne es eigentlich ist, solche Dinge zu enthüllen und damit den Mächtigen die Schames- oder Wutesröte ins Gesicht treiben, nicht vollends versagt?! Ist Wikileaks nicht schon allein deshalb wichtig für uns alle, weil diese Plattform im Gegensatz zur Presse, eben nicht profitorientiert und deshalb auch nicht bestechlich ist?! Unbestechliche Enthüllungsmechanismen, das ist es was unsere "Führer" fürchten, deshalb jagen sie Assange um die ganze Welt und drehen einer Nonprofit-Organisation wie Wikileaks, mit Hilfe der Privatindustrie, das Geld ab. 

Der ganze Zirkus geht so weit, das die einst so gesetzestreue britische Regierung sich nicht schämte anzukündigen, dass sie gegen die Wiener Konvention verstoßen und die ecuadorianische Botschaft stürmen würde, in die sich Assange geflüchtet hat! Das muß man sich mal vorstellen: Letzte Woche kündigt die britische Regierung tatsächlich die Absicht an, den Bruch sämtlicher internationaler Verhaltensregeln der Diplomatie zu begehen. Gleich eines Schurkenstaates will sie mit Gewalt auf die Botschaft eines fremden Landes vordringen um einen Menschen aus einer offiziellen Asylsituation zu reißen....die müssen komplett verrückt geworden sein!
Einige Südamerikanische Länder reagierten heute prompt:

"Wir warnen die Regierung Großbritanniens, dass sie ernsthafte Konsequenzen befürchten muss, wenn sie die territoriale Integrität der Botschaft von Ecuador in London durchbricht", erklärte das Bündnis aus linksgerichteten lateinamerikanischen Staaten ALBA bei seinem Treffen im ecuadorianischen Guayaquil in diesem Zusammenhang.

Einige Menschen die seine Kaution gestellt haben mögen jetzt auch sauer auf Assange reagieren, aber angesichts massiver Todesforderungen US- Amerikanischer Politiker gegen Assange und angesichts des Aufwandes der betrieben wird einen, für mich unschuldigen zu verhaften, kann Assange bestimmt nicht mit einer fairen Verhandlung rechnen. Gegen solch einen Prozess, sollte er denn so zustande kommen, sähe der russische Prozess und das dazugehörige Urteil gegen "Pussy Riot" aus wie ein salomonisches Urteil! Warum - so unfair? Weil sie nämlich Angst haben unsere "Führer", Angst vor Assange, Angst vor Wikileaks, Angst vor Enthüllung, Angst vor Recht und Gesetz, Angst vor Verurteilung und damit Angst vor uns!!!

Liebe Gruße

Kommentare:

  1. es wäre einfach nur lachhaft, wie unsere "qualitätsmedien" auf die bösen russen und ukrainer einprügeln und faire urteile für eine timoschenko oder diese pussy-cats fordern, die beide sogar evtl von us-amerikanischen ngo`s gesponsert wurden um innere konflikte in beiden ländern zu fördern, aber zum thema assange, wo einem mit dürftigsten argumenten beschuldigtem übelste haft oder sogar die todesstrafe droht - bradley manning und die us historie lassen grüssen - nichts zu bemerken hat. schmierenjournalismus vom feinsten und all diese schreiberlinge sollten sich schämen, eine derartige auffassung von ihrem beruf zu haben und sich zu so etwas herzugeben. für diese medienlandschaft und ihre angestellten braucht man wahrlich keine staatliche zensurbehörde.

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  2. Was erwartet man von einem Land welches die grundrechte seiner Bürger immer mehr einschränkt? Es bleibt ein Frontalangriff auf das BVerfG, seine Richter, aber auch den Gesetzgeber, der diese Gegebenheiten mit zu verantworten hat. Es notwendig, die Sachverhalte eindeutig anzuzeigen, die uns Bürgern das Leben schwer machen.

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